Tod

Das Motiv des Todes ist ein zentrales Element der Novelle „Unterm Birnbaum“. Bereits der Titel deutet auf den toten Soldaten hin, den Abel zu Beginn der Geschichte entdecken wird und der wahrscheinlich ebenfalls einem Mord zum Opfer gefallen ist (S. 55). Doch auch schon vor dieser Entdeckung wird der Tod thematisiert. Bereits im ersten Kapitel erinnert Ursel ihren Mann Abel an den Sterbetag seiner Kinder. Sie erlaubt ihm nicht, sie auf den Friedhof zu begleiten, „Weil, wer den Toten einen Kranz bringen will, wenigstens an sie gedacht haben muss.“ (S. 14). Hinzu kommt, dass Ursel lieber Selbstmord begehen will, als arm zu sein (S. 21).

Im zweiten Kapitel findet Abel beim Umgraben seines Gartens die Leiche eines toten Soldaten unter seinem Birnbaum. Er ist über diesen Fund weder angeekelt, noch in irgendeiner Weise beeindruckt, sondern wirft den ausgegrabenen Armknochen einfach wieder ins Loch und verschüttet die Leiche. Abel glaubt, dass die Angabe der Leiche „bloß Geklätsch“ (S. 17) verursacht und seinem Geschäft schadet.

Später kann Abel diesen Fund mit Absicht dazu nutzen, um die Nachforschungen nach dem toten Szulski bewusst auf eine falsche Fährte zu lenken (S. 34). Auch in der Folgezeit lässt er die Leiche als seinen Schutzengel in seinem Garten, da er ihn aus der Unters...

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