Schreibstil

Satzbau

Der Autor nutzt sehr häufig den hypotaktischen Satzbau[1] und konstruiert lange und verschachtelte Sätze. Beispiel: „Als Hradscheck bis an den Schwellstein gekommen war, nahm er das Grabscheit von der Schulter, lehnte die Krücke gegen das am Hause sich hinziehende Weinspalier und wusch sich die Hände, ein sauberer Mann, der er war, in einem Kübel, drin die Dachtraufe mündete“(S. 18). Diese langen und verschachtelten Sätze werden teilweise sogar noch durch Anmerkungen in Klammern ergänzt, die in den Satz eingebaut werden (z.B. S. 11). Dieser hypotaktische Satzbau wird von Fontane dazu genutzt, um dem Leser ein sehr detailreiches und plastisches Bild zu vermitteln.

Da die ausschließliche Nutzung von hypotaktischem Satzbau sehr anstrengend zu lesen ist, findet man auch parataktische[2] Konstruktionen im Text, die den Lesefluss erleichtern. Diese werden oftmals in der mündlichen Rede verwendet, da dies auch eher dem normalen Gespräch entspricht. Es ist typisch für die Entwicklung des Realismus, dass die Autoren im Laufe der Zeit auf den Geschmack und die Anforderungen des breiten Lesepublikums eingehen.

Detailreiche Schilderung

Der Text bleibt gut lesbar. Die langen Sätze vermitteln dem Leser viele Informationen, sodass schon nach wenigen Absätzen ein sehr konkretes Szenario im Kopf des Lesers erschaffen wird. Dies wird durch die ausgiebige Verwendung von Adjektiven und Adverbien erreicht, die stets die Qualität des Dargestellten markieren.

Der Realismus strebt an, eine möglichst genaue Darstellung der Wirklichkeit In den Werken wiederzugeben. Fontane beobachtet und beschreibt als Autor des Realismus die greifbare Welt ebenfalls möglic...

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