Rollentausch

Ursels Verkleidung

In der Novelle gibt es an mehreren Stellen Momente, in denen Figuren die Rollen tauschen. Diese sollen im Folgenden etwas näher erläutert werden. Der erste Rollentausch der Erzählung findet sich im siebten Kapitel im Zusammenhang mit Szulskis Ermordung. Der Mord findet zwischen Mitternacht und vier Uhr morgens statt, sodass an diesem Morgen das Problem besteht, dass jemand die Rolle des toten Szulski spielen muss.

Ursel muss im Gegensatz zu Abel, Jakob und Male an diesem Morgen nicht aufstehen, um die Abreise von Szulski zu unterstützen. Sie zieht die Kleidung von Szulski an und muss ihn dann beim Verlassen des Hauses nachahmen. Dies scheint nicht ohne Probleme vonstattenzugehen, denn es dauert länger als geplant, sodass die verkleidete Ursel erst eine halbe Stunde später als geplant erscheint. Dabei geht sie langsam die Treppe herunter, was für Jakob, der ihn aufmerksam betrachtet, so aussieht, „als ob ihm der große Pelz unbequem und beschwerlich sei“ (S. 35).

Damit die Bediensteten des Hauses die verkleidete Ursel nicht ansprechen, wird sie direkt von Abel in die Wohnstube geleitet, in welcher der Kaffee bereitsteht. Schon nach knapp fünf Minuten treten beide wieder heraus und Ursel geht schnell zu dem bereits wartenden Wagen. Als sie auf dem Fuhrwerk sitzt, übergibt sie Jakob wortlos ein hohes Trinkgeld und nimmt „die Leine ziemlich ungeschickt in die Hand“ (S. 36). Auch hier glaubt der aufmerksam betrachtende Jakob wieder, dass „wohl die großen Pelzhandschuhe“ (S. 36) daran schuld sind. Als Ursel fort ist, scherzen Jakob und Abel darüber, wie still der vermeintliche Szulski war.

Vowinkel und Eccelius

Der zweite Rollentausch findet sich im neunten Kapitel. Nach dem angeblichen Unfall von Szulski verstärken sich immer mehr die Gerüchte, dass Abel etwas mit seinem Verschwinden zu tun hat. Obwohl Pastor Eccelius mit einem Brief an Justizrat Vowinkel diese ersten Gerüchte entkräften kann, kommt es doch zu einer Untersuchung und einer Befragung der Zeugen. Justizrat Vowinkel besucht daher Pastor Eccelius in Tschechin und bittet auch die vorgeladenen Zeugen ins Pfarrhaus.

Vowinkel, der aufgrund seiner Funktion als Justizrat eigentlich die Befragung leiten soll, gibt diese Aufgabe spontan an Ec...

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