Figurensprache

Die einzelnen Personen sind sehr stark durch ihre Sprache gekennzeichnet, was ebenfalls eines der Merkmale des Realismus ist. Besonders die Bediensteten von Abel und Frau Jeschke sprechen einen starken Dialekt. Dem aber stehen diejenigen Figurengegenüber, die durch die hochdeutsche Sprache charakterisiert sind.

Dialekt

Die Darstellung des Dialekts in der Novelle erlaubt es dem Leser, die Figuren geografisch und sozial einzuordnen. Dies ist ein Element des Realismus, denn der Leser kann einen direkten Bezug zur Wirklichkeit herstellen. Geografisch kann die Handlung der Novelle somit in den Raum Frankfurt an der Oder eingeordnet werden, in dem man den ostniederdeutschen Dialekt findet. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er nördlich der Ik-Ich-Linie gesprochen wird (Z.B. S. 42: „Ick jrul mi so.“). Ebenfalls lassen sich einige Einflüsse aus dem Englischen nachweisen, da die Sprecher Wörter, wie „Tied“ (S. 12, ähnelt dem englischen Wort „time“) oder „He“ (für „er“, S. 42: „He is so anners.“) verwenden.

Alle Bediensteten im Hause Hradscheck und auch die Nachbarin Frau Jeschke sprechen diesen Dialekt und zeigen damit neben ihrer Herkunft auch ihre geringe Bildung. Sie sind einfache Leute. Der Gegensatz zu den gebildeten bzw. höher gestellten Dorfbewohnern wird beispielsweise während der Befragung der Bediensteten durch Pastor Eccelius sehr deutlich (S. 42-43).

Hochdeutsch

Die Figuren, die Hochdeutsch sprechen, tun dies sehr bewusst, um sich von den weniger gebildeten Dorfbewohnern abzugrenzen. Diese Abgrenzung kann aber teilweise zu einer ungewollten Komik führen oder sogar zu Neid.

Ursel, die Tochter eines Gastwi...

Der Text oben ist nur ein Auszug. Nur Abonnenten haben Zugang zu dem ganzen Textinhalt.

Erhalte Zugang zum vollständigen E-Book.

Als Abonnent von Lektürehilfe.de erhalten Sie Zugang zu allen E-Books.

Erhalte Zugang für nur 4,99 Euro pro Monat

Schon registriert als Abonnent? Bitte einloggen