Erzähltechnik und –perspektive

Objektivität von außen

Der Erzähler selbst kann als ein heterodiegetischer[1] Erzähler beschrieben werden, da er außerhalb der Handlung steht und nicht als handelnde Person in der Erzählung auftritt. Die Personen, die von ihm beschrieben werden, sind größtenteils extern fokalisiert (von außen betrachtet). Dies hat verschiedene Gründe. Zum einen tritt in den Werken des Realismus der Erzähler in den Hintergrund, um eine möglichst objektive Darstellung zu erreichen. Zum anderen ist diese Technik in einer Kriminalnovelle ein Mittel zum Zweck, da so die Pläne und Gedanken von Abel dem Leser nur sehr verteilt und in kleinen Häppchen präsentiert werden.

Als Zeuge von Abels inneren Vorgängen zum Beispiel wird der Erzähler durch die erlebte Rede (z.B. Er frug, er sagte) personaler. Er tritt nicht unmittelbar auf und kommentiert das Geschehen nicht, sondern beschreibt die Lage aus der Sicht der Figur.

Hintergrundinformationen zu den einzelnen Figuren werden in Gesprächen gegeben. Ein gutes Beispiel dafür findet sich im dritten Kapitel, als Abel mit seiner Frau Ursel spricht (S. 18-21). Aus diesem Gespräch erfährt der Leser etwas über die Vergangenheit des Ehepaars, ihre alten Liebschaften, ihre aktuellen Probleme und auch die Andeutung eines Plans, den Abel sich ausgedacht hat. Dem Leser wird dieser Plan aber nicht ...

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