Terror

Der deutsche Jurist und Schriftsteller Ferdinand von Schirach veröffentlicht 2015 sein erstes dreiaktigen Theaterstück Terror, das am 3. Oktober 2015 am Deutschen Theater Berlin und auch am Schauspiel Frankfurt erfolgreich doppelt uraufgeführt wird. Nach der Vorführung des Gerichtdramas sollen die Zuschauer zu der Schuld oder Unschuld der Figur des Kampfjetpiloten Lars Koch, der einen von einem islamistischen Terroristen gekaperten Linienflug mit 164 Insassen eigenmächtig abschießt, um 70 000 Fußballfans in einem Münchner Stadion zu retten, Stellung nehmen: Ist er schuldig oder nicht schuldig? Es geht schließlich um die Frage: Darf man nur wenige Menschen töten, um viele Menschen zu retten? Aber das Stadion hätte rechtzeitig evakuiert werden können. Warum man diese Option nicht gewählt hat, wird im Stück nicht erläutert.

Unsere detaillierte und leichtverständliche Zusammenfassung des Dramas auf Basis von entsprechenden Textstellen vermittelt Dir ein gutes Verständnis in Bezug auf die relativ komplexe Gerichtsverhandlung. Am Anfang jedes Abschnitts haben wir einen Bühnenplan angefügt, damit Du Dir das Geschehen besser vorstellen kannst. Eine Inhaltsangabe und eine kurze Zusammenfassung präsentieren Dir die Geschichte, und zwar jede auf ihre Art. Unsere gründlichen Charakterisierungen porträtieren die sechs Hauptfiguren: Den Kampfpiloten Lars Koch, den Vorsitzenden, den Verteidiger Biegler, die Staatsanwältin Nelson, den Zeugen Christian Lauterbach und die Zeugin und Nebenklägerin Franziska Meiser. Auch die Rolle des Publikums wird in diesem Zusammenhang geschildert.

Der Abschnitt Epoche geht detailliert auf die biografischen und zeitgeschichtlichen Hintergründe des Werkes ein. Zuerst wird kurz auf die autobiografischen Bezüge des Werkes eingegangen sowie die Motivation des Autors, das Drama Terror zu verfassen. Danach widmen wir uns dem umfangreichen Thema Terrorismus. Die Anschläge von 9/11 haben die Welt in grundlegender Weise verändert, der islamistisch motivierte Terrorismus bestimmte von nun an den öffentlichen Diskurs des frühen 21. Jahrhunderts. Mit dem Anschlag auf die Redaktion der französischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo im selbem Jahr, in dem von Schirach sein Drama Terror veröffentlicht hat, hat der islamistische Terror auch in Europa vorerst einen Höhepunkt erreicht.

Was den Terrorismus betrifft, ist auch Deutschland kein unbeschriebenes Blatt. Deshalb wollen wir Dir hier kurz die Geschichte des Terrorismus in Deutschland sowie die diversen Anti-Terror-Gesetze, welche die Regierung im Laufe der Zeit zur Terrorprävention beschlossen hat, vorstellen.

Unsere Analyse befasst sich im Anschluss daran mit den formalen Aspekten des Dramas Terror. Es werden der Titel, der Aufbau, die Zeit und der Ort sowie die Sprache des Werkes genau untersucht. Am Ende ist, wie gewohnt, eine Liste der wichtigsten im Werk vorkommenden rhetorischen Stilmittel zu finden.

Das Dokument Interpretation beleuchtet schließlich, was sich hinter den Worten und zwischen den Zeilen des Dramas Terror verbirgt. In drei großen Blöcken werden die wichtigsten Aspekte des Stücks herausgearbeitet: Der fiktive Prozess, die Schuldfrage und die Rolle des Publikums als Schöffen. Es werden verschiedene Meinungen und Kritiken zum Werk einander gegenübergestellt und Du gewinnst u. a. dadurch auch einen kleinen Einblick in die Rechtsethik.

Unsere eingehende Lektürehilfe zu Terror bleibt nahe am Text und ist in leicht verständlicher Sprache verfasst. Sie stellt ein zuverlässiges Werkzeug für das Verstehen des Romans zur Verfügung und bietet Dir Anregungen für eigene Überlegungen und Diskussionen im Deutschunterricht.

Referenzbuch: Schirach, Ferdinand von (2016): Terror. Ein Theaterstück und eine Rede. 9. Auflage. btb Verlag. München.

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