Schach als Krieg

Schachspiel als Kriegsschauplatz

Stefan Zweig schrieb die Schachnovelle während des Zweiten Weltkriegs (1941), nachdem er mit seiner zweiten Ehefrau auf der Flucht vor den Nazis nach Brasilien emigriert war. Der Autor fühlte sich im Exil einsam und war zutiefst unglücklich über die Entwicklungen in Europa (siehe Kapitel Epoche). Seine pessimistische Einstellung spiegelt sich in der vorliegenden Novelle wider: Zweig verwendet das Schachspiel zwischen den Protagonisten auch als ein Symbol für eine feindliche Auseinandersetzung.

Der Vergleich wird besonders dann deutlich, als Czentovic und Dr. B. zu ihrer letzten Partie gegeneinander antreten. Das Spiel davor hatte der Weltmeister aufgegeben, als der Sieg Dr. B.s kurz bevorstand (S. 102). Die Atmosphäre zwischen beiden Spielern ähnelt der vor...

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