Dr. B. s Schicksal

Gehirn fordern

Die Lebensgeschichte Dr. B.s offenbart zunächst einen klugen und psychisch stabilen Menschen und steht somit ganz im Gegensatz zur zweiten Hauptfigur Czentovic. Dr. B. gerät unverschuldet in eine Ausnahmesituation, als ihn die Nazis zu Verhören über das Vermögen seiner Mandanten im Hotel Metropol inhaftieren (S. 55).

Viele Monate in Insolationshaft [1] ohne jegliche Ablenkung führen dazu, dass Dr. B. Strategien entwickelt, um seelisch überleben zu können. Als sensibler und intelligenter Mensch weiß er intuitiv, dass das Gehirn gefordert werden muss, um gesund zu bleiben. Auf der Suche nach Ablenkung beginnt Dr. B. zunächst damit, alle Gedichte und Kinderreime aufzusagen, an die er sich erinnern kann, und führt in Gedanken Rechenaufgaben durch (S. 62).

Da er als verantwortungsbewusster Mensch auch sich selbst sehr genau beobachtet, stellt Dr. B. nach vier Monaten Einzelhaft erste Anzeichen geistiger Verwirrung an sich fest: „An kleinen Zeichen wurde ich beunruhigt gewahr, dass mein Gehirn in Unordnung geriet“ (S. 63). So empfindet er es als Rettung, als es ihm kurze Zeit später in einem Warteraum gelingt, ein zufällig vorhandenes Buch aus einer fremden Manteltasche zu entwenden und in seinen Besitz zu bringen (S. 69).

Ideenreichtum und Kreativität 

Dr. B. freut sich sehr auf die Ablenkung, die das noch unbekannte Buch ihm verspricht:  Allein die „Vors...

Der Text oben ist nur ein Auszug. Nur Abonnenten haben Zugang zu dem ganzen Textinhalt.

Erhalte Zugang zum vollständigen E-Book.

Als Abonnent von Lektürehilfe.de erhalten Sie Zugang zu allen E-Books.

Erhalte Zugang für nur 5,99 Euro pro Monat

Schon registriert als Abonnent? Bitte einloggen