Dr. B. gegen Czentovic

Imagination gegen Logik

Die beiden Hauptakteure und Kontrastfiguren der Schachnovelle sind der plumpe Bauernbursche und Schachweltmeister Czentovic und der gebildete anonymisierte Anwalt Dr. B. Bei dem einen handelt es sich um einen genialen Praktiker, der ein Schachbrett braucht, um das Spiel zu visualisieren, bei dem anderen um einen kreativen Theoretiker, der Schach mithilfe eines Buchs in der Isolationshaft gelernt hat.

Dr. B. tritt zunächst indirekt als Gegner gegen Czentovic als Ratgeber in der öffentlichen Partie zwischen Czentovic und dem Schotte McConnor auf. In der Revanchepartie gibt er McConnor gute Tipps für die nächsten Züge. Mit seiner Hilfe endet die Partie unentschieden. Er wird dann dazu aufgefordert, allein gegen Czentovic zu spielen.

Obwohl Dr. B.  seit 25 Jahren kein Schach mehr gespielt hat, akzeptiert er nun doch schließlich die Bitte, einmal gegen den Schachweltmeister Czentovic anzutreten. Er möchte herausfinden, ob er überhaupt dazu fähig ist, eine reale Schachpartie zu spielen.

Nachdem Dr. B. die erste Partie gegen Czentovic überraschend gewonnen hat, zeigen die Zuschauer der Partie ihre Freude und erheben sich. „Der einzige, der unbeweglich in seiner Ruhe verharrte, war Czentovic“ (S. 102). Obwohl Dr. B. zuvor versichert hatte, nur einmal gegen den Weltmeister antreten zu wollen (S. 95), willigt er dennoch in eine zweite Partie ein. Motiviert durch seinen Sieg, vergisst er die Gefahr und ignoriert auch die Warnung des Erzähler...

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