Historischer Hintergrund

Österreich und der Erste Weltkrieg

Stefan Zweig wächst in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg in Wien auf. In seiner Autobiografie „Die Welt von Gestern“ beschreibt der Autor diese Jahre als „das goldene Zeitalter der Sicherheit“.[1] Kaiser Franz Joseph I. regiert den Vielvölkerstaat Österreich von 1848 bis 1916. Viele verschiedene Nationalitäten und Religionen leben friedlich zusammen. Die Hauptstadt Wien gilt als weltoffen, unabhängig und tolerant.

Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 endet das sichere Zeitalter. Die Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand am 28.07.1914 in Sarajevo führt Österreich in den Ersten Weltkrieg. Der Versailler Vertrag (1919) beendet den Vielvölkerstaat und Österreich wird zu einer selbstständigen Republik erklärt. Zweig lebt zu dieser Zeit in Salzburg, wo er Inflation und Wirtschaftskrise miterlebt.

Nationalsozialismus und „Anschluss“ Österreichs

In Deutschland regiert Adolf Hitler ab dem 24. März 1933 als alleiniger Inhaber der Staatsgewalt. Durch das Ermächtigungsgesetz erhält Hitler sämtliche Vollmachten des Parlaments und beginnt, in Deutschland eine Diktatur zu errichten. Dafür lässt er sowohl die Sozialdemokratische als auch die Kommunistische Partei verbieten und beginnt mit der systematischen Verfolgung von Menschen jüdischer Abstammung.

Die Nationalsozialisten versuchen, auch in Österreich imme...

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