Entstehung und autobiografische Bezüge

Stefan Zweig stellt die Schachnovelle 1941 im brasilianischen Exil fertig. Sie ist sein letztes literarisches Werk. Einen Tag vor seinem Freitod schickt der Autor das Manuskript an drei Verlage. Die Novelle erscheint postum zunächst in einer geringen Auflage als „Liebhaberdruck“ in Buenos Aires. Die erste öffentliche Ausgabe wird im Jahr 1943 von dem deutschen Verleger Bermann Fischer gedruckt, der sich auf der Flucht vor den Nazis in Schweden und in den USA aufhält.

Über Stefan Zweig ist bekannt, dass er selbst gerne Schach spielt, jedoch ist er nur ein sehr mittelmäßiger Spieler. So teilt er in einem Brief am 29.9.1941 an seine erste Frau Friderike Folgendes mit: „Ich habe eine kleine Schachnovelle entworfen, angeregt davon, daß ich mir für die Abgeschiedenheit ein Schachbuch gekauft habe und täglich die Partien großer Meister nachspiele.“ [1]  Wenn er nicht mit anderen Spielern, so wie seinem lieben Nachbarn, in Petropolis Schach spielt, spielt er, ebenso wie DR. B., die großen Partien der Schachmeister allein nach, um sich die Zeit zu vertreiben.

Die Schachpartie Czentovic gegen die Amateure, in deren Verlauf Dr. B...

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