Epoche

Schon um 1930 ist Stefan Zweig ein weltweit berühmter Schriftsteller. Sein Erfolg wird jedoch bald von der Machtergreifung Hitlers 1933 überschattet. Als die Nazis am 18. Februar 1934 sein Salzburger Haus durchsuchen lassen, verlässt der erschütterte Autor fluchtartig seine österreichische Heimat.

Nach mehreren Stationen strandet er schließlich 1941 in Brasilien, das er als das "Land der Zukunft" bezeichnet. Ein halbes Jahr später hat Stefan Zweig die Schachnovelle im brasilianischen Exil fertiggestellt. Kurz danach nimmt er sich im Februar 1942 gemeinsam mit seiner Frau Lotte "aus freiem Willen und mit klaren Sinnen“ das Leben.

In unserem Dokument Epoche wird Stefan Zweigs Leben geschildert. Es wird herausgearbeitet, unter welchen Umständen er die Schachnovelle schrieb und welchen Anteil seiner eigenen Lebensgeschichte Zweig in seinem Werk verarbeitet hat.

Die politischen Entwicklungen in Deutschland und Österreich der 1920er und 1930er Jahre und die Erstarkung des Nationalsozialismus werden in der Novelle erwähnt. Die historischen Ereignisse beeinflussen die Handlung in starkem Maße, nachdem Dr. B., die Hauptfigur der Schachnovelle, von der Gestapo in Isolationshaft gequält worden ist. Der zeitgeschichtliche Hintergrund der Erzählung wird beleuchtet und die Schachnovelle wird als Zeitdokument untersucht.

Anschließend werden die Merkmale der Renaissance sowie des Humanismus in der Erzählung in einem eigenen kurzen Abschnitt erläutert. Dann wird die Schachnovelle als Werk der Exilliteratur unter die Lupe genommen, bevor die Merkmale der Novelle im Werk beschrieben werden. Besonders wichtig ist die Rezeption der Schachnovelle bei den Lesern. Denn obwohl Zweig selbst sich von seinem Werk keinen großen Erfolg versprochen hatte, entwickelte es sich zum meistgelesenen Buch des Schriftstellers.