Stilmittel

Stefan Zweig verziert seine Schachnovelle mit vielfältigen Stilmitteln, um seine Erzählung zu bereichern und Spannung zu erzeugen. Hier sind einige Stilmittel aufgelistet (siehe auch Abschnitt „Bildliche Sprache“):

 

- Alliteration (Wiederholung von Buchstaben oder Silben zu Beginn benachbarter Wörter)

„hatte etwas Berauschendes und gleichzeitig Betäubendes“ (S. 67)

„wie es einem zerfrißt und zerstört“ (S. 63)

„vor Staunen und Schrecken“ (S. 92)

 

- Antiklimax (Abfallende Steigerung, die häufig aus drei Teilen besteht)

„Und nun war ein solches Phänomen, ein solches sonderbares Genie oder ein solcher rätselhafter Narr mir räumlich zum erstenmal ganz nahe, sechs Kabinen weit auf demselben Schiff“ (S. 24)

„Unser Freund, der Anonymus, der Ignotus hatte den stärksten Schachspieler der Erde in offenem Kampfe besiegt“ (S. 102).

 

- Antonomasie (Umbenennung und Ersetzung eines Begriffs durch eine charakteristische Eigenschaft bzw. ein bezeichnendes Merkmal)

Dr. B. wird vom Erzähler zuerst wie ein unvermuteter Engel beschrieben, dann wird er als unbekannter Helfer bezeichnet und zuletzt als Retter empfunden: „Dazu kam noch der Reiz des Mysteriösen, der von dem unerwarteten Eingreifen unseres Retters gerade im kritischen Moment ausging“ (S. 45)

 

- Antonymie (Gegenwort, Gegensatzpaar)

„Unser Freund, der Anonymus, der Ignotus hatte den stärksten Schachspieler der Erde in offenem Kampfe besiegt!“ (S.102)

 

- Archaismus (Altmodischer veralteter Begriff)

„Bausch“ (S.47) Kompresse

„Dorfbarbier“ (S.12) Friseur, Bartschneider

„Eitelkeitskoller“ (S.18) Eitelkeitsanfall, ...

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