Erzählstil und Erzählverhalten

Die Rahmenhandlung der Novelle wird von einem anonymen Ich-Erzähler geschildert. Er verwendet dafür häufig die Außenperspektive eines Beobachters, der dem Leser auf diese Art seine Eindrücke mitteilt, wie hier zum Beispiel am Anfang der Schachnovelle: „Auf dem grossen Passagierdampfer, der mitternachts von New York nach Buenos Aires abgehen sollte, herrschte die übliche Geschäftigkeit und Bewegung der letzten Stunde“ (S. 7). Der Erzählbericht enthält auch manchmal Kommentare, wie hier zum Beispiel: „Und da ich offenbar ein ziemlich verständnisloses Gesicht zu dieser Mitteilung machte, fügte er erklärend bei: …“ (ebd.)

Der Ich-Erzähler benutzt die Innenperspektive, um seine Gefühle, Gedanken und Wahrnehmungen zu schildern. Er kommentiert eigenes Verhalten: „Schon aber hatte unser neuer Freund den nächsten Zug angeordnet und wir konnten — die Finger zitterten mir, als ich den Löffel an das Glas schlug — Czentovic zurückrufen“ (S. 41).

Der Erzähler ist homodiegetisch, das heißt, er ist Teil der erzählten Welt, er greift also aktiv mehrmals und entscheidend in das Geschehen ein (siehe Charakterisierung Ich-Erzähler): Er arrangiert zum Beispiel eine primitive Falle, um die Aufmerksamkeit des Schachweltmeisters zu erregen. Er bewegt Dr. B. zu einem Schachduell mit Czentovic, als er mit ihm ein Gespräch führt. Er warnt ihn während des zweiten Spiels von sein...

Der Text oben ist nur ein Auszug. Nur Abonnenten haben Zugang zu dem ganzen Textinhalt.

Erhalte Zugang zum vollständigen E-Book.

Als Abonnent von Lektürehilfe.de erhalten Sie Zugang zu allen E-Books.

Erhalte Zugang für nur 5,99 Euro pro Monat

Schon registriert als Abonnent? Bitte einloggen