Zusammenfassung der Sinnabschnitte

Der Text der vorliegenden Ausgabe folgt der erstmals 1925 in Reclams Universal-Bibliothek erschienenen, vom Autor revidierten Fassung, welche im Vergleich zu der bereits im Jahre 1913 veröffentlichten ursprünglichen Fassung – diese wurde in der überregionalen österreichischen Tageszeitung „Neue Freie Presse“ abgedruckt – einige Kürzungen enthält.

Da die Novelle nicht in Kapitel unterteilt ist, sondern in längere und kürzere Abschnitte ohne Titel, wird sie im Folgenden zur besseren Übersicht in vierzehn Erzählabschnitte untergliedert. Die hier verwendeten Titel sollen der besseren Orientierung dienen.  

Abschnitt 1: Der Weg nach Hause

Seiten: 5-11

Schauplatz: Eduards Wohnhaus, Straßen, Irenes Zuhause

Zeit: Nachmittag, Abend

Personen: Irene, die Erpresserin, Fritz

Die Hauptprotagonistin Irene Wagner verlässt die Wohnung ihres Geliebten Eduard und hat Angst, dabei erwischt zu werden. Offensichtlich macht Irene das nicht zum ersten Male, denn jedes Mal, wenn sie den Geliebten verlässt, verspürt sie ein mulmiges Gefühl. Ganz anders dagegen gestaltet sich der Weg zum Geliebten hin, denn die Sehnsucht und die Ungeduld lassen sie jede Angst vergessen.

Aber dieses Mal ist der Weg aus dem Abenteuer in das normale Leben hinein anders. Irene ist wie gewohnt nervös, als sie das Treppenhaus hinuntersteigt, hat Angst, bei ihrer Untat entdeckt zu werden. Sie sieht bereits das rettende Ausgangstor, doch als sie hindurchgehen möchte, rempelt sie eine unbekannte Frau an. Irene entschuldigt sich bei ihr und möchte weitergehen, doch die Frau versperrt ihr den Weg. 

Irene, eine vornehme, gutbürgerliche, mit einem Anwalt verheirate Dame möchte nicht erkannt werden, deshalb trägt sie einen Schleier vor dem Gesicht. Die unbekannte Frau, die der Arbeiterschicht angehört, weiß anscheinend Bescheid über ihre Affäre mit Eduard, mit welchem sie eine Liebesbeziehung unterhält. Sie konfrontiert Irene mit ihrem Ehebruch. 

Irene ist völlig überwältigt von dieser unerwarteten Begegnung und weiß sich nicht anders zu helfen, als der Frau Geld anzubieten. Um sich aus dieser unangenehmen Situation zu befreien, greift Irene in ihr Portemonnaie und händigt der unbekannten Frau eine Handvoll Banknoten aus. Diese nimmt das Geld mit dem Wort „Luder“ entgegen und lässt Irene gehen. 

Um die Ecke steigt Irene in ein Taxi und möchte zum Südbahnhof fahren. Doch plötzlich fällt ihr ein, dass sie womöglich zu wenig Geld in der Tasche hat, um das Taxi bezahlen zu können. Das Geld reicht gerade noch aus, um den Chauffeur zu bezahlen, als sie das Taxi auf halbem Wege verlässt. Irene findet sich nun in einem ihr unbekannten Bezirk wieder. Zu Fuß läuft sie nach Hause und versucht, sich zusammenzureißen, um nicht durch ihre Unruhe aufzufallen.

Zu Hause angekommen, nimmt das Dienstmädchen ihr den Mantel ab. Dann geht Irene vorbei am Spielzimmer, in dem ihr Sohn mit seiner jüngeren Schwester spielt, bevor sie das Speisezimmer betritt, in dem ihr Ehemann Fritz, ein Anwalt, gerade eine Zeitung liest. Mit einem Wangenkuss begrüßt er sie und fragt, wo sie denn so lange geblieben sei. 

Durch die Angs...

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