Interpretation

Stefan Zweigs Novelle Angst beschreibt die Lebenswelt einer besser gestellten Frau zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Gefangen in einem Korsett aus konservativen gesellschaftlichen Normen und Gefühlen, wie Melancholie, Langeweile und Vereinsamung, bricht die wohlsituierte Irene Wagner aus diesem Korsett aus, um eine Affäre mit einem jungen Pianisten anzufangen. In der Erzählung werden ihre dominierenden Gefühle, wie Furcht Schuld und Scham, eingehend und meisterlich beschrieben, nachdem sie mit einen gemeinen und frechen Erpresserin konfrontiert worden ist. In der Erzählung erfüllen der von Irene erlebte Albtraum und eine improvisierte Gerichtsverhandlung zu Hause zentrale und symbolische Funktionen. 

Unsere detaillierte Interpretation beschäftigt sich mit den Hauptthemen der Novelle und erläutert zunächst Irenes Affäre mit Eduard, die Irene aus Langeweile und Lust am Abenteuer unterhält. Dann werden die Rolle der Erpresserin und das Ende der Affäre untersucht. Irenes dominierendes Gefühl, die Angst, wird anschließend analysiert: „Der Angst ist ärger als die Strafe, denn die ist ja etwas Bestimmtes und, viel oder wenig, immer mehr als das entsetzlich Unbestimmte, dies Grauenhaft-Unendliche   der Spannung.“ (S. 42-43).

Der Unterschied zwischen Angst und Furcht wird definiert, bevor Irenes realistische, neurotische und moralische Angst anhand von Freuds Theorie beleuchtet wird. Danach werden sowohl Irenes Schuld und Scham sowie Fritz‘ Schuld und Scham unter die Lupe genommen. Schließlich wird der Höhepunkt der Handlung, nämlich Irenes Traum, genauer beleuchtet und mithilfe der Freud‘schen Traumdeutung interpretiert....

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