Analyse

Stefan Zweigs Novelle „Angst“ (1900) ist eine psychologische Novelle, welche die Theorien des Freundes des Autors, des berühmten Psychoanalytikers Sigmund Freud widerspiegeln und auch das Frauenbild des Bürgertums zu Beginn des 20. Jahrhunderts gut darstellt. Die anfängliche Handlung – eine verheiratete Frau, die Ehebruch begeht – scheint auf den ersten Blick banal zu sein, jedoch versteht Stefan Zweig es wie kein anderer, durch seine starke und elegante Sprache seine Leser zu fesseln und ihnen die seelischen Qualen der Hauptprotagonistin zu schildern, als sie von einer Erpresserin nach und nach tiefer und tiefer in ihrer privaten Sphäre bedrängt wird.

In unserer Analyse der Novelle wird zunächst der Titel, welcher das Hauptthema der Erzählung bildet, nach dem die Hauptfigur Irene unter der schrecklichen Angst leidet, dass ihre Liebesaffäre entdecken wird, kommentiert, bevor dann der besondere dramatische Aufbau und der Inhalt genauer untersucht werden. In „Angst“ lässt sich mit Irenes Albtraum in der Mitte der Geschichte ein deutlicher Höhepunkt ausmachen. Dann werden die Zeitstruktur und die Handlungsorte näher beleuchtet.

Anschließend wird Stefan Zweigs eleganter, bildlicher, aber auch anspruchsvoller Schreibstil unter die Lupe genommen, bevor die Sprache und die Stilmittel näher erläutert werden. Dann widmet sich die Analyse der eigentümlichen Erzähltechnik der Novelle „Angst“, welche nicht als ein innerer Monolog konzipiert ist, sondern zahlreiche Passagen mit erlebter Rede enthält, welche die Zwiespältigkeit, die Zerrissenheit oder die nervöse Unrast der Hauptprotagonistin bezeugen....

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