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Sprach- und Stilmittel

Die Kunst der Rhetorik

Die Kunst der Rhetorik blickt auf eine lange Geschichte zurück und wurde schon durch die großen Dichter der Antike, wie Platon und Sokrates, geprägt. Die „Kunst, gut zu reden“ wurde schon damals in Rhetorikschulen gelehrt. Mit der Entwicklung der Demokratie entwickelte sich die Rhetorik zur Lehre von der wirkungsvollen Gestaltung der Rede, weil die Politiker mit Wörtern die Gunst des Volkes erwerben wollten.

In unserer Gesellschaft ist die Anwendung der Rhetorik allgegenwärtig. Nicht nur im Alltag und in der Literatur, sondern auch in der Politik, im Journalismus oder in der Werbung wird sie gezielt dazu eingesetzt, um das Publikum für sich zu gewinnen, zu beeinflussen und oder bestimmte Gefühle zu wecken.

Die rhetorischen Stilmittel werden in Lyrik und Prosa verwendet, um bestimmte Wirkungen zu erzielen. Der Verfasser möchte beispielsweise Spannung erzeugen, Aufmerksamkeit erhöhen, ein Wort oder einen Ausdruck betonen, einen Gedanken verbildlichen, Gefühle vermitteln oder entstehen lassen oder Verständnis wecken. Dafür steht ihm eine Palette an spezifischen sprachlichen Mitteln zur Verfügung,

Die rhetorischen Stilmittel

Der Redner möchte seine Zuhörer überzeugen, der Schriftsteller möchte seine Leser für seine Geschichte interessieren. Um dies zu erreichen, wird der Verfasser nicht nur Argumente und Gegenargumente in einer geschickten Reihenfolge anordnen, sondern darüber hinaus die Aussagen mithilfe der Stilmittel raffiniert formulieren, um besondere Spracheffekte zu erzielen und um den Leser oder Zuhörer psychologisch zu beeinflussen und zu verführen.

Die rhetorischen Stilmittel sind in dem täglichen Leben allgegenwärtig und sind beispielsweise fast in jedem Werbespruch, auf jeden Fall in jeder Rede zu finden. Viele Stilmittel nutzen wir selbst ganz selbstverständlich im Alltag, ohne es zu wissen. Zum Beispiel dann, wenn wir „nicht schlecht“ statt „gut“ sagen, dann verwenden wir eine Litotes, wenn wir „guten Tag“ sagen, dann benutzen wir eine Ellipse. Mithilfe von Vergleichen oder Metaphern verbildlichen wir unsere Aussagen: „Du bist langsam wie eine Schnecke“ oder „"ich wünsche dir süße Träume".

Die vielfältigen Stilmittel

Die Stilmittel sind vielfältig und können verschiedene Funktionen erfüllen. Sie beruhen oft in Wortwahl und Satzbau auf Abweichungen von der gewohnten Ausdrucksweise und von der Erwartung des Lesers oder Zuhörers, wie zum Beispiel bei dem Anakoluth (Satzbruch) oder bei der Anastrophe (Umkehrung der üblichen Wortstellung).

Die Stillmittel werden literarisch in Texten aller Gattungen verwendet, beispielsweise um Teile eines Texts zu betonen, zu verstärken, hervorzuheben und um Emotionen, Gefühle oder Humor zu vermitteln. Die Stilmittel sind die Werkzeuge des Schriftstellers, um seine künstlerischen Vorstellungen zu verwirklichen.

Die Stilmittel werden zwar in Texten aller Gattungen verwendet, haben aber eine besondere Bedeutung bei der Analyse von Lyrik, Reden und Satiren. Deshalb ist es für den Schüler und Gymnasiasten wichtig, die Stilmittel zu kennen, um die genaue Intention des Schriftstellers zu verstehen.

Unsere Liste der Sprach- und Stilmittel

Unsere Beschreibung der bedeutendsten Sprach- und Stilmittel in einer einfachen Tabelle und ihre Erklärung durch leicht verständliche Beispiele stellen ein unverzichtbares Hilfsmittel bei der sprachlichen Analyse von sowohl Prosa als auch Lyrik dar.

Unsere Beispiele sind aus den Werken der deutschen Schriftsteller, aus der täglichen Sprache oder aus der Werbung entnommen und erfüllen den Zweck, die manchmal schwierigen theoretischen Begriffe zu verbildlichen. In vielen unserer E-Books, so wie Die Schachnovelle oder Corpus Delictikannst Du noch weitere Beispiele finden.

Unsere Liste vermittelt Dir einen Überblick über die wichtigsten Sprach- und Stilmittel, eine dazugehörige Erklärung und anschauliche Beispiele. Wenn Du die Stilmittel identifizieren und anwenden kannst, dann bist Du auch dazu imstande, großartige Textanalysen abzuliefern.

 

Sprach- und Stilmittel

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