Merkmale der Kurzgeschichte im Werk

Eine klassische Kurzgeschichte

Bezüglich des Umfangs und des Aufbaus ist Sommerhaus, später eine klassische Kurzgeschichte (siehe dazu Lektürehilfe /Textsorten/ Kurzgeschichte). Sie umfasst nur wenige Seiten und ist Teil eines Erzählbandes mit gleichem Namen. Dabei haben die verschiedenen Kurzgeschichten des Werkes keinen direkten Bezug zueinander, sondern vielmehr einen inhaltlichen. Sie beschreiben aus verschiedenen Perspektiven den Prozess des Erwachsenwerdens und unterstreichen, dass kleine Entscheidungen weitreichende Konsequenzen in dieser Welt mit sich bringen können.

Inhaltlich setzt sich eine Kurzgeschichte im Allgemeinen mit Alltagsthemen auseinander und konzentriert sich auf eine Situation statt auf eine lange Handlung. Personen und Handlung werden nicht vorgestellt, sondern die Erzählung steigt sofort in die Handlung ein.

In Sommerhaus, später erfährt auch der Leser kaum etwas über die wenigen handelnden Personen und die Handlung beginnt sofort Medias In Res mit der euphorischen Nachricht des Taxifahrers Stein, der ein Haus gekauft hat. Weder er noch die Ich-Erzählerin werden dem Leser vorgestellt. Erst auf der Fahrt zu dem Haus erinnert sich die Erzählerin an ihre frühere Beziehung mit Stein, die bereits zwei Jahre zurückliegt. So entwickelt der Leser nach und nach ein Bild der beiden Personen und von ihrer Beziehung.

Ein Stück herausgerissenes Leben

Die Kurzgeschichte konzentriert sich auf eine Situation, statt eine lange Handlung zu entwickeln, weshalb der Autor Wolfgang Schnurre die Kurzgeschichte auch als „ein Stück herausgerissenes Leben“[1] definierte. Dies zeigt sich deutlich in der Erzählung „Sommerhaus, später“ hauptsä...

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