Kannibalismus

„Das Wort Kannibalismus geht auf Kolumbus zurück. 1492 schrieb er über die Insel Hispaniola, dass sich deren Bewohner vor den «Caniba» (oder «Canima») fürchteten, den angeblich menschenfressenden Einwohnern der Nachbarinsel. Das Wort Caniba wandelte sich im Spanischen einerseits zu «Caribe» und bezeichnete damit die Bewohner der karibischen Küste, andererseits zu „Canibal“ mit der Bedeutung Menschenfresser.“ (Quelle) Columbus beschreibt in seinem Bericht aber die Ureinwohner, die er gesehen hat, als simple und eher ängstliche, gastfreundliche und friedliche Menschen, die nackt lebten. 

 „Die zahlreichen Augenzeugenberichte anderer Amerikareisender schienen indes keinen Zweifel zuzulassen: Sei es der Italiener Amerigo Vespucci, der Franzose Jean de Léry oder der Deutsche Hans Staden – sie alle beteuerten, Zeuge kannibalischer Rituale geworden zu sein.“ (Quelle) Besonders die fantastischen Kupferstiche und Texte von Hans Staden verbreiten das Bild der Ureinwohner als Anthropophagen.

Der deutsche Landsknecht und Kanonier Hans Stad...

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