Robinson Crusoe

Die ersten Seereisen des jungen Kaufmannssohns 

Robinson Crusoe ist der titelgebende Hauptprotagonist und der Ich-Erzähler in Daniel Defoes Roman. Er wird im Jahr 1632 in York, in Nordengland, geboren (vgl. S. 79). Schon als Kind träumt er davon, einmal zur See zu fahren und Abenteuer zu erleben. Robinsons Vater ist ein erfolgreicher und wohlhabender Kaufmann, der ursprünglich aus Bremen stammt. Er möchte seinen Sohn allerdings davon abbringen, auf Seereise zu gehen. Seine Ermahnungen halten den eigensinnigen jungen Mann aber nicht auf, der seinen Vater auch nicht um Erlaubnis bittet, als er sich entscheidet, das Elternhaus zu verlassen (vgl. S. 7). Robinsons Mutter wird in der Erzählung nicht erwähnt. 

Robinson ignoriert die Warnung seines Vaters und lässt sich in der Hafenstadt Hull durch das Angebot eines Bekannten davon überzeugen, mit nach London zu reisen. Der junge Kaufmannssohn ist zu Beginn noch nicht an das Fahren auf einem Schiff gewöhnt. Bei seiner ersten Seereise wird er daher seekrank. Er verspürt deshalb große Angst, weil ein Sturm aufzieht, der das Schiff zum Schwanken bringt. Er gewöhnt sich aber sehr schnell an das Leben auf See (vgl. S. 8). 

Acht Tage später rast wieder ein Sturm. Der verängstigte Robinson erleidet einen Schiffbruch nahe der englischen Küste. Er kann gerettet werden, schämt sich aber zu sehr, um nach Hause zurückzukehren (vgl. S. 11). Er bekommt kurze Zeit später das Angebot eines freundlichen Kapitäns, mit ihm zur Guineaküste zu segeln. Der junge Abenteurer möchte sich immer noch die Welt ansehen und beschließt, mit ihm zu fahren. Er nimmt billige Handelswaren, die er in Afrika mit Gewinn verkaufen will, mit.

Der Kapitän wird für Robinson ein guter, väterlicher Freund und unterrichtet ihn in der Mathematik und der Schifffahrt. Der lernwillige und kluge Reisende lernt von ihm in den ersten Wochen der Reise die Mathematik und erwirbt die grundlegenden seemännischen Kenntnisse (S. 11).

Von Piraten gefangengenommen

In der Nähe der Kanarischen Inseln wird Robinsons Schiff von Piraten attackiert. Die Besatzung versucht, zu fliehen, doch die Seeräuber holen sie ein. Nach einem fürchterlichen und blutigen Kampf erweisen sich die Piraten als viel stärker bewaffnet und überlegen, deswegen müssen sich die Schiffscrew und Robinson schließlich ergeben. 

Die gesamte Besatzung wird gefangen genommen und von den Piraten nach Saleh, einem maurischen Hafen verschleppt. Der Großteil der Crew wird dann ins Landesinnere gebracht. Robinson bleibt aber in der Hafenstadt und wird zum persönlichen Sklaven des Piratenkapitäns. Weil er jung und geschickt ist, muss er fortan niedere Arbeiten für ihn verrichten (vgl. S. 12). Obwohl er zwei Jahre lang ein Gefangener ist und niedere Arbeiten erledigen muss, gibt er die Hoffnung niemals auf, eines Tages fliehen zu können (vgl. S. 13), was ihm schlussendlich auch gelingt, indem er seinen Aufpasser überlistet (vgl. S. 14ff).

Eines Tages wird er mit einem Bewacher auf eine Fischtour geschickt. Nachdem die beiden nicht viel gefangen haben, schlägt Robinson vor, weiter aufs offene Meer hinauszufahren. Er möchte sich so einen Vorsprung verschaffen. Als sie weit genug auf dem Meer sind, schleicht sich der listige und kräftige Robinson von hinten an seinen Aufpasser heran und wirft ihn über Bord. Er ist der Überzeugung, dass dieser das Land deshalb erreichen wird, weil er ein guter Schwimmer ist, und beweist damit seine Mitmenschlichkeit. Er hat sehr viel Glück und wird im letzten Augenblick von einem p...

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