Charakterisierung Die Eschberger Dorfgemeinschaft

Eschberg

Das Dorf Eschberg „im mittleren Vorarlberg“ (S. 10) wird von den Familien der Alders und Lamparters bewohnt. Alle Einwohner sind miteinander verwandt, sodass ständige Inzucht herrscht, aus der als Resultat viele geistig behinderte Kinder hervorgehen. Das Leben wird durch Aberglauben und die katholische Kirche geprägt.

Alle Eschberger zeichnen sich durch einen „verhängnisvoll störrischen Charakter (S. 12) und Kommunikationsschwierigkeiten aus: „Alles mußte ohne Worte geschehen, und wenn, nur in Andeutungen und Halbheiten. Sprachlos waren diese Menschen, ja sprachlos bis in den Tod“ (S. 136).

Zwar gibt es im Dorf etliche Plappermäuler, doch diese streuen eher Gerüchte aus, als für Verständigung zu sorgen. Entsprechend müssen die Eschberger ihre Gefühle und Konflikte auf anderen Wegen kanalisieren, weshalb es im Dorf oft zu brachialer Gewalt bis hin zu Mord kommt. Nach drei katastrophalen Großbränden im Laufe des 19. Jahrhunderts verlassen die Eschberger ihr Dorf für immer und 1912 verhungert der letzte verbliebene Einwohner (vgl.: S. 10).

Fritz und Phillip Alder

Fritz Alder ist als ältester Sohn von Seff und Seffin Alder der Halbbruder des Protagonisten, ein „unbedeutender Mensch“ (S. 51), zu dem Elias keine engere Bindung hat. Philipp Alder ist Elias‘ jüngerer mongoloider Halbbruder. Mit ihm verbringt Elias hingegen viel Zeit und behandelt ihn äußerst liebevoll, da er in Philipp „eine hohe Begabung für die Musik“ (S. 93 f.) erkennt.

Lukas Alder und Elsbeths Kinder

Peter verkuppelt Elsbeth mit Lukas Alder, um Elias für sich behalten zu können. Lukas ist ein durchschnittlicher Bauer „vom reichsten Hof in Eschberg, [er] war ein fleischiger Kerl, aber nicht grob oder etwa roh“ (S. 138). Als Elsbeth auf der Dorfkirmes mit ihm schläft, wird sie schwanger und willigt in die Ehe ein (vgl.: S. 139). Gemeinsam zeugen sie sechs Kinder, darunter Anna Alder und Cosmas Alder, das älteste Kind. Cosmas ist später der letzte Einwohner Eschbergs, der – von allen anderen längst totgeglaubt – im Jahr 1912 „auf seinem verwahrlosten Hof verhungert“ (S. 10).

Oskar Alder

Oskar Alder ist Elias’ Onkel. Er ist verheiratet, Dorflehrer und Kirche...

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