Intertextualität

Musik, Kunst, Theater

In diesem Roman findet man viele Hinweise auf andere literarische Werke und Werke aus verschiedenen Kunstrichtungen. Solche Hinweise auf Musikstücke, Theaterstücke, Filme usw. werden Intermedialität genannt.

Im Bereich Musik werden die Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schubert erwähnt, deren Werke Agnes in ihrem Streichquartett einübt. Sie erzählt in der Zeit nach ihrer Fehlgeburt, dass zurzeit Mozart gespielt werde und nicht mehr Schubert, um sie nicht zu belasten – dabei gefalle ihr Mozart gar nicht (S. 121). Hier wird durch die Erwähnung dieser beiden stilistisch sehr unterschiedlichen Komponisten Agnes‘ Stimmung gezeigt. Mozart hat überwiegend leichte, heitere Musik komponiert, welche dazu benutzt werden soll, Agnes aufzumuntern. Doch sie fühlt sich mit Schuberts Musik wohler, welche hochromantisch und daher häufig melancholisch ist.

An anderer Stelle wird ein berühmtes Gemälde in die Handlung einbezogen, und zwar „Un Dimanche d’été à l’Ile de la Grande Jatte“ von Seurat (S. 68 f.). Es gehört der Kunstströmung des Pointilismus an, worauf im Roman auch angespielt wird. Agnes und der Erzähler finden in diesem Gemälde ihre Zufriedenheit und ihr gemeinsames Glück widergespiegelt. Agnes stellt fest: „Glück malt man mit Punkten, […] Und daß (sic) es Glück war, wird man erst aus der Distanz sehen.“ Hier wird also eine Richtung der Malerei mit einem bestimmten Gefühl gleichgesetzt.

Ein weiterer Hinweis auf ein anderes Medium wird gegeben, als der Erzähler zum ersten Mal Agnes‘ Wohnung sieht und ihm das Theaterplakat von „Mörder, Hoffnung der Frauen“ von Oskar Kokoschka auffällt, das er abstoßend findet (S. 39). Daneben hängt ein eher beruhigendes Bild, nämlich eine Gebirgslandschaft von Ludwig Kirchner. Hier werden Agnes‘ kulturelle Interessen angedeutet. Es wird auch mit dem Kontrast gespielt, dem abscheulichen und dem beruhigenden – eventuell werden damit Agnes‘ verschiedene seelische Zustände symbolisiert. In der Natur fühlt sie sich wohl (S. 75 f.), während sie das Leben in der Stadt nicht leiden kann und depressive Züge zeigt (S. 12).

Literatur

Nicht nur auf Kunst aus anderen Bereichen nimmt der Roman Bezug, sondern ebenso auf ...

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