Grenouille

Der Protagonist des Romans Jean-Baptiste Grenouille wird am 17. Juli 1738 auf dem Marktplatz für Viktualien in Paris geboren. Er verstirbt dort 1767. Seine Mutter ist eine Fischverkäuferin, Mitte zwanzig, und hat vor Grenouille bereits fünf Tot- oder Halbtotgeburten gehabt.

Nachdem der schreiende Grenouille auf dem Markt entdeckt und seine Mutter als Kindesmörderin verurteilt wird, wird der Junge im Kloster Saint-Merri getauft und in die Obhut von Ammen gegeben. Als Kind benötigt er allerdings so viel Milch, dass eine von ihnen, die Amme Bussie, ihn schließlich an Pater Terrier abgibt, welcher Grenouille zu Madame Gaillard bringt.

Schon die Amme Bussie beschreibt Jean-Baptiste als „vom Teufel besessen“ (S. 14) und erwähnt auch seine Geruchlosigkeit („Er riecht überhaupt nicht“, (S. 14). In Pater Terrier löst die Anwesenheit des jungen Grenouille ein Gefühl der Abneigung aus. Ebenfalls fällt ihm der Kontrast zwischen Jean-Baptistes ausgeprägter Nasenbewegung (S. 28 f.) und den schlechten Augen auf, die „von unbestimmter Farbe, zwischen austerngrau und opal-weiß-cremig, von einer Art schleimigem Schleier überzogen und offenbar nicht sehr gut zum Sehen geeignet“ (S. 22) sind.

Während seiner Kindheit bei Madame Gaillard überlebt Grenouille zahlreiche Krankheiten, einen Sturz aus sechs Meter Höhe sowie Verbrühungen mit heißem Wasser. Von diesen Unfällen behält er Narben und einen verkrüppelten Fuß zurück (S. 27). Jean-Baptiste kann erst mit drei Jahren laufen und spricht mit vier Jahren sein erstes Wort (S. 31).

Im Jahr 1747 fängt er an, beim Gerber Grimal zu arbeiten. Er verrichtet schwere körperliche Tätigkeiten und erträgt auch hier niedrige und menschenunwürdige Lebensumstände (S. 41). Der Gerber Grimal ist es, der Grenouille mit einer Lieferung zu Baldini, dem Parfümeur, schickt. Das Geschäft des Gerbers ist nur eine Zwischenstation in Grenouilles Leben.

Baldini kauft Grenouille dem Gerber ab und stellt ihn als Lehrling ein. Grenouille lernt dort die wichtigsten Techniken des Parfümeurhandwerks kennen und erhält am Ende dort auch seinen Gesellen...

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