Patrick Süskind

Patrick Süskind wurde am 26. März 1949 in Ambach geboren. Nach Abitur und Zivildienst begann er ein Studium der Geschichte in München. Im Rahmen dieses Studiums absolvierte er einen Auslandsaufenthalt in Frankreich.

Patrick Süskinds Mutter verstarb Anfang der 1990er-Jahre. Sein Vater Wilhelm Emanuel Süskind war ein erfolgreicher Schriftsteller und Journalist, der unter anderem für die Süddeutsche Zeitung schrieb. Patrick Süskind hatte einen älteren Bruder, der 2009 verstarb.

Nach dem Zivildienst war Süskind zunächst als Dramenautor tätig. Er veröffentlichte 1983 das Drama „Der Kontrabaß“. Das Stück ist ein einaktiger Monolog, welches auf der Theaterbühne großen Anklang fand.

Süskinds bisher größter Erfolg ist allerdings der Roman „Das Parfum. Die Geschichte eines Mörders.“, der im Jahr 1984 erstmals als Vorabdruck in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung veröffentlicht wurde. Das Werk wurde in 49 Sprachen übersetzt. 20 Millionen Exemplare wurden weltweit verkauft. Süskind konnte mit späteren Werken bisher nicht an die Größe dieses Erfolgs anknüpfen.

Patrick Süskind ist heute auch als Autor von Drehbüchern tätig. „Vom Suchen und Finden der Liebe“ (2005) ist sein bisher letztes veröffentlichtes Drehbuch, welches in Zusammenarbeit mit Helmut Dietl entstand.

Süskind ist ein medienscheuer Autor. Es gibt nur wenige veröffentlichte Interviews und Bilder von ihm. Auch eine eigene Website sucht man von ihm vergeblich. Literaturpreise für „Das Parfum“ nahm er nicht an.

Vor allem in Süskinds Vermeiden der Öffentlichkeit lassen sich Parallelen zu seinen Figuren in Dramen und Romanen ziehen. Wie Jean-Baptiste Grenouille aus „Das Parfum“, welcher durch seinen selbst hergestellten übermenschlichen Duft von der Gesellschaft begehrt wird, kam Patrick Süskind durch seinen Roman zu großem Erfolg und wurde zu einer gefragten Figur des Literaturbetriebs. Das Interesse an seiner Person ist dem Autor allerdings genauso unangenehm, wie es seiner Figur Grenouille zuwider ist, als einen beachteten Teil der Gesellschaft angesehen zu werden.