Religion

Zentrale und bedeutende Ereignisse finden im Roman in den meisten Fällen während der Osterzeit statt.

So müssen die Mühlengesellen am Karsamstag nicht arbeiten, dafür werden sie in der Osternacht aber vom Meister hinausgeschickt, um sich gegenseitig das Mal auf die Stirn zu zeichnen, welches sie an die Mühle bindet. Es ist auch in dieser Nacht, in welcher Krabat das erste Mal die Kantorka singen hört und sie in seinem zweiten Jahr, verschmolzen mit der Flamme ihrer Osterkerze, sieht. Am Ostersonntag wird der neue Geselle dann in die Mühle aufgenommen.

Bäumels Tod, an welchem Krabat zunächst mit Tonda die Osternacht verbringt, ist „ein mannshohes Holzkreuz […] stark verwittert schon, ohne Inschrift und Schmuck“ (S. 58) und erinnert an das Kreuz Jesu. Die Tatsache, dass das Kreuz symbolisiert, dass an dieser Stelle ein Mann ums Leben gekommen ist, unterstreicht die Verbindung.

Der Protagonist, der als Waisenkind aufwuchs, verbrachte einige Zeit in einer Familie eines Pastors und dessen Frau, floh jedoch vor ihnen, weil er sich mit einem frommen Leben nicht arrangieren konnte (vgl. Kapitel „Wege im Traum“). Der Mühlenmeister rief Krabat dann zu sich auf die Mühle und nahm ihn bei sich auf.

Auf das M...

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