Die Mühle

Die Mühle im Roman ist eine Wassermühle, wie sie im 17. und 18. Jahrhundert häufig vorkam. Preußler orientiert sich in der Beschreibung der Arbeitsabläufe auf der Mühle an der Arbeitsweise, welche charakteristisch war für das Mühlenleben (vgl. Kapitel „Wein und Wasser“). So müssen die Gesellen beispielsweise Ausbesserungen am Holz vornehmen oder ein neues Mühlenrad anfertigen. Auf der Mühle wird in insgesamt sieben Mahlgängen verschiedenes Gut gemahlen, wobei der siebte Mahlgang nur selten genutzt wird, außer in Neumondnächten, wenn Herr Gevatter mit seinem Fuhrwagen vorfährt (vgl. Kapitel „Der mit der Hahnenfeder“).

Die Gestalt eines dunklen, düsteren Mühlenmeisters findet sich oft als Motiv in der Literatur. Auch Preußler greift dieses Motiv mit dem Meister der Mühle im Koselbruch auf.

Die Mühle sorgt zunächst für das Überleben und die Versorgung der Gesellen und des Meisters. Sie bildet ihre existenzielle Sicherung und steht für Nahrung und Wasser. Die Mühle stillt insoweit die grundlegenden Bedürfnisse der Menschen, die in ihr wohnen, und ist ein typisches Symbol für das Leben auf dem Land. Mühlen sind Gebäude, die über eine lange Zeit hinweg überdauern und so für Stabilität und Verlässlichkeit stehen.

Gleichzeitig funktioniert sie aber als Gebäude, in welchem die Schwarze Kunst unterrichtet wird. Eine Schwarze Schule versteckt sich hinter der Fassade der Mühle, die nach außen hin einen normalen Lehrbetrieb su...

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