Krabat und die Gedanken der Aufklärung

Wichtige Aspekte im Roman sind das kritische Hinterfragen von vermeintlichen Tatsachen sowie der eigenen Lebenssituation. In der Beziehung von Krabat zum Meister spielt die Thematik, den eigenen Willen nicht einem anderen, einer fremden Macht zu unterwerfen,  eine große Rolle.

Krabat entwickelt sich im Roman dahingehend, als dass er beginnt, eigene Entscheidungen zu treffen, und für sich bestimmte Wertvorstellungen entwirft, die unabhängig von äußeren Einflüssen stehen. Er überwindet seine Ängste, Zweifel und Unsicherheiten und erreicht damit ein Maß an Selbstbestimmtheit.

Er sucht und findet seinen Platz in der Welt und bildet seine Identität im Anbetracht persönlicher Herausforderungen weiter aus. Er übernimmt nicht die Rolle des unterwürfigen Mühlengesellen, wie es beispielsweise Juro tut. Auch wendet sich der Protagonist in diesem Prozess immer mehr von der Zauberei ab und entwickelt sich durch zwischenmenschliche Beziehungen weiter. Macht und Magie treten immer mehr in den Hintergrund.

Letztlich siegt er über den Meister ganz ohne die Verwendung von Zauberkräften, sondern nur durch seine Gefühle und seine helle Seite – die Kantorka.

In der Figur des Krabats macht Otfried Preußler deutlich, dass ein Individuum sich stets in einem Lern- und Entwicklungsprozess befindet. Krabat lernt sich auch durch die Hilfe anderer au...

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