6. Teil: Kriemhilds Rache

Kapitel 18: Stummes, taubes Lied

Seiten: 113–114

In diesem Kapitel tritt Michael Köhlmeier selbst als Erzähler in Erscheinung. Er erklärt, dass der Dramatiker Friedrich Hebbel einst das Nibelungenlied als „stumm und taub“ (S. 113) bezeichnet hat. Er hat damit gemeint, dass uns das mittelalterliche Epos – ähnlich wie die Erzählungen Homers – „nichts über die Psychologie seiner Helden“ (S. 113) verrät.

Köhlmeier als Nacherzähler des Nibelungenliedes hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Lesern aber vor allem die Innenwelt der Figuren näherzubringen, deshalb haben manche Ereignisse des Epos bei ihm eine andere Gewichtung als im Original:

„Ein Großteil des Liedes, vor allem des zweiten Teiles, besteht aus militärischen Dingen. Das heißt, wir erfahren im Detail, wie Kriemhild ihre Rache anlegte, welche Personen an ihrer Seite kämpften, welche gegen sie waren. Ich möchte das etwas kürzer halten. Denn diese militärischen Dinge, die ein Pingpongspiel von Kränkungen und Revanche, ein Ballett von Beleidigtsein und Rache, von gekränkter Ehre und Kopfeinschlagen sind, faszinieren mich wenig“ (S. 113-114). 

Kapitel 19: Der Baum des Hasses

Seiten: 115–117

Charaktere: Kriemhild, Hagen, Gunther

Schauplätze: Der Hof...

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