Kriemhild

Die wählerische Prinzessin

Kriemhild ist die Schwester der drei Könige von Worms, Gunther, Gernot und Giselher. Sie gilt „als die schönste Frau ihrer Zeit“ (S. 13). Außerdem ist die Prinzessin unglaublich stur und wählerisch. Wegen ihrer Schönheit und natürlich auch aus politischen Gründen kommen regelmäßig zahlreiche Freier an den Hof zu Worms, um um ihre Hand anzuhalten. Doch keiner der Freier ist ihr gut genug. 

Hagen von Tronje, der für sie ein väterlicher Freund und Vertrauter ist, wirkt regelmäßig mit gezielten Ratschlägen auf die gutgläubige Kriemhild ein, damit sie sich weiterhin weigert, jemanden zu ehelichen. Damit wird Hagens eigenes Machtmonopol nicht gefährdet: Denn Kriemhild würde nur den besten, klügsten und stärksten Mann erwählen und genau einen solchen kann Hagen nicht im Reich gebrauchen.

Eines Nachts hat Kriemhild einen Traum: Ein schöner Falke fliegt zu ihr in die Kammer, setzt sich zutraulich auf ihre Hand und lässt sich von ihr streicheln. Plötzlich erscheinen zwei Adler, die sich auf den Falken stürzen und ihn töten. Ihre Mutter interpretiert diesen Traum folgendermaßen: „Dein Unglück wird größer sein als dein Glück, denn es wird dauern bis an dein Lebensende“ (S. 22). Daraufhin schwört Kriemhild, niemals einen Mann zu heiraten, und sie zieht sich auf einen Turm der Burg zurück. Dort beobachtet sie aufmerksam vom Fenster aus die Freier, die ihr entgehen.

Hochzeit und Hochzeitsnacht

Als der schöne Xantener Siegfried an den Hof in Worms reitet, um um Kriemhild...

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