Trauma und Wahnvorstellungen

Die weibliche Hauptfigur aus „Der gelbe Vogel“, Naomi Kirschenbaum, leidet unter einem Kriegstrauma. Naomi hat „Das Schlimmste, was es gibt“, erlebt (S. 15). Sie musste mitansehen, wie ihr Vater von der Gestapo ermordet wurde. Sie „saß in seinem Blut, bis die Mutter kam“ (ebd.), erzählt Alans Mutter Ruth.

Seitdem leidet Naomi unter psychischen Störungen. Sie ist nicht irrsinnig, sondern nur „anders“ (S. 16), erklärt Ruth, doch sie wird von vielen einfach für verrückt gehalten. Naomi spricht nur mit ihrer Mutter. Sie ist sehr schnell verängstigt. Alles, was sie tut, ist, Stadtpläne in kleine Fetzen zu zerreißen (vgl. S. 11). Dabei handelt es sich um eine Zwangshandlung, deren Ursache später in der Geschichte erklärt wird (siehe unten). Naomis Zwangshandlung steht in Zusammenhang mit ihren traumatischen Erlebnissen in Frankreich.

Als sie Alan zum ersten Mal sieht, hat er einen Schlagballschläger dabei. Bei dem Anblick des Schlägers, den si...

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