Die Juden in New York

New York als Hauptstadt

In New York City gab es schon seit Ende des 19. Jahrhunderts immer wieder Einwanderungswellen von Menschen, die der jüdischen Religion zugehörig waren. Sie stammten aus verschiedenen europäischen Ländern und waren häufig Flüchtlinge vor Antisemitismus und Verfolgung. Um die Jahrhundertwende lebten bereits so viele Juden in New York City, dass die Stadt als die Hauptstadt der Juden in den USA bezeichnet wurde. Zwanzig Jahre später war die Zahl der jüdischen New Yorker bereits auf 1,6 Millionen von insgesamt ca. 4 Millionen Einwohnern angewachsen. Natürlich prägten die vielen jüdischen Einwohner auch das Stadtbild in New York. Es wurden sehr viele Synagogen, jüdische Gotteshäuser, gebaut.

Die meisten jüdischen Familien in New York bestanden in diesen Jahren aus Eltern, welche als Migranten in die USA gekommen waren, und deren Kindern, die in den USA zur Welt gekommen waren. Die jüdische Bevölkerung machte innerhalb von wenigen Jahrzehnten (um 1900-1930) eine große soziale Entwicklung durch: Zu Beginn dieser Periode waren die meisten New Yorker Juden noch ungelernte Arbeiter. Um 1930 aber war bereits die Hälfte private Angestellte, häufig Büroangestellte oder Selbstständige.

Wirtschaftskrise und Antisemitismus

Aufgrund der Wirtschaftskrise 1929 wurden aber in den USA die Arbeitsplätze knapp. Mit der zunehmenden Armut der Bevölkerung wuchs auch der Fremdenhass. Viele Menschen hatten Angst davor, dass die vielen jüdischen Zuwanderer, die nach New York in den 1930er Jahren kamen, ihnen noch mehr Arbeitsplätze „wegnehmen“ würden. Diese Angst entlud sich in einem sehr stark wachsenden Antisemitismus den amerikanischen Juden gegenüber.

Viele der neu zugewanderten Juden aus Westeuropa und Deutschland waren Intellektuelle, Ärzte, Künstler, Architekten und Profess...

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