USA: Die 1960er Jahre

Um den Jugendroman „Die Welle“ nachvollziehen zu können, ist es wichtig, sich zunächst die späten 1960er Jahre in den USA – als Ort der Handlung – vor Augen zu halten. Diese Zeit war von starken Gegenkulturen geprägt, die sich in den Protesten gegen den Vietnamkrieg und in der starken Rassendiskriminierung äußerten. Die Studentenbewegungen, das Festival Woodstock und die aufkeimende „Hippie“-Kultur prägten das damalige Zeitgeschehen, der Slogan „make love, not war“ wurde zum Leitsatz einer ganzen Generation.

Dabei standen vor allem die politischen und gesellschaftlichen Ziele im Vordergrund: Man wollte eine Demokratisierung der Gesellschaft sowie der Bildung erreichen, ebenso eine friedlichere, tolerantere Welt realisieren. Alternative Lebensformen und Erziehungsideale wurden erprobt, viele junge Menschen gründeten Kommunen und experimentierten mit unterschiedlichen Beziehungsformen und der Sexualität. Die monogamen Paarbeziehungen sowie das Privateigentum des Einzelnen wurden mehr und mehr infrage gestellt, ebenso wie die vermeintlich veralteten Erziehungsmethoden sowie die devote Rolle der Frau als Hausfrau und Mutter.

Ein neues Ideal wurde kreiert: Die antiautoritäre Erziehung, die dem Kind die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit ermö...

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