Titel

Der Roman „Nathan und seine Kinder“ von Mirjam Pressler ist eine Variation des Ideendramas „Nathan der Weise“ von Gotthold Ephraim Lessing. Während der Roman von Pressler zuerst im Jahre 2009 veröffentlicht wurde, erschien Lessings Werk im Jahre 1779 und wurde 1783 uraufgeführt.

Im Vergleich zum Drama von Lessing ändert Pressler den Titel in „Nathan und seine Kinder“ ab. Dadurch wird nicht mehr die Weisheit Nathans ins Zentrum gerückt, sondern seine väterliche und mitmenschliche Art. Nathan kümmert sich um die Menschen, die mit ihm zusammenleben, wie ein Vater.

Da Nathan seine eigene Familie durch einen Anschlag der Kreuzritter verloren hat, hat er erkannt, dass die Menschen um ihn herum zu seiner Familie werden können. Dies spielt auf die religiöse Vorstellung an, dass Gott der Vater aller Menschen ist. Elijahu bringt dies auf den Punkt: „[Nathans] großes Herz hat uns zu einer Familie gemacht.“ (S. 241). Denn Liebe, so erklärt Nathan später Recha, ist manchmal „stärker ...

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