Jerusalem

Im Zentrum steht, wie auch bei Lessing, die Stadt Jerusalem, die heute wie damals ein wichtiges spirituelles Zentrum der Juden, Christen und Muslime verkörpert (siehe „Nathan der Weise“ unter Epoche /Jerusalem). Wie bei einer Stadtführung kann der Leser in der Geschichte die Stadt, die auf dem Berg Zion erbaut ist, entdecken: Die Grabeskirche (S.63), der Tempelberg (S.99), die al-Aqsa- Moschee (S.142) oder die engen Gassen und die vielfältige Koexistenz der Kulturen und Religionen in der Heiligen Stadt (S. 60-66).

Im Gegensatz zur Vorlage aber weitet Pressler das Drama zu einer Erzählung aus und beschreibt dabei auch das mittelalterliche Stadtbild und die Atmosphäre von Jerusalem, zusammen mit den Gebräuchen und Dingen des damaligen alltäglichen Lebens. So wird beispielsweise der Gegensatz zwischen der muslimischen und der christlich-englischen Kultur beschrieben. Sittah bemerkt, dass der englische Unterhändler im Gegensatz zu den Franken sich völlig farblos kleidet, während sie ihm in ihren prunkvollsten Gewändern gegenübersitzt, „die so steif und schwer vor lauter Goldstickerei waren“ (S. 126), dass sie sich kaum dar...

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