Epoche

Die Erzähler im Roman „Nathan der Weise“ sind durch unterschiedliche soziale und religiöse Voraussetzungen gekennzeichnet. Sie vermitteln einen lebendigen Einblick in ihre persönlichen Lebenssituationen und lassen gleichzeitig den historischen Hintergrund und den Konflikt zwischen den Weltreligionen zur Zeit der Kreuzzüge direkt erfahrbar werden. Der einfühlsame literarische Erzählstil unterstützt dieses Vorhaben der Autorin. Da jedes Kapitel aus dem Blickwinkel einer anderen Romanfigur erzählt wird, wird durch die unterschiedliche Beobachterperspektive ein realistisches Bild abgebildet. Um den Text verstehen zu können, ist eine nähere Betrachtung der Epoche unumgänglich.

Besonders wichtig ist hierbei der historische Hintergrund, da im Text mehrere Anspielungen auf Ereignisse während der kriegerischen Auseinandersetzung zur Zeit des dritten Kreuzzugs zu finden sind. So wird beispielsweise die Belagerung der Stadt Akkon erwähnt oder die Friedensgespräche zwischen Richard Löwenherz und Saladin. Diese beiden historisch bezeugten Ereignisse finden sich auch in der Romanhandlung wieder. Ebenfalls wird auf die Entstehung des Textes eingegangen.

Die Autorin Mirjam Pressler versteht ihren Roman als eine Variation des Dramas von Lessing, sodass ein kurzer Blick auf den Ursprungstext geworfen wird. Dabei werden auch die intertextuellen Bezüge hergestellt. So lässt sich beispielsweise die Ringparabel literaturhistorisch bis ins 11. Jahrhundert hinein nachverfolgen. Abschließend wird auf die Rezeption und Kritik am Werk von Pressler eingegangen und es werden verschiedene Pressestimmen, Auszeichnungen und Nominierungen erwähnt....

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