Kinder und Glück

Die unnützen Spielsachen

Nachdem die grauen Herren immer mehr Zeit der Erwachsenen gestohlen haben, kommen immer mehr Kinder aus vielen verschiedenen Stadtteilen ins Amphitheater. Obwohl die Kinder viel Zeit haben, gibt es ein Problem: Die meisten dieser Kinder können nicht spielen. Meist sitzen sie gelangweilt herum und schauen Momo und ihren Freunden zu. Oft stören sie auch absichtlich das Spiel anderer Kinder. Obwohl Momo auch auf diese Kinder einen positiven Einfluss ausübt, kommen doch jeden Tag immer mehr und mit ihnen wieder dieselben Probleme (S. 81).

Momo erkennt, dass diese Kinder oft sehr teure, aber völlig unnütze Spielsachen bei sich haben. Die Kinder können nicht selbstständig spielen und glücklich sein, denn diese Spielsachen sind „so vollkommen bis in jede kleinste Einzelheit hinein, dass man sich dabei gar nichts mehr selber vorzustellen brauchte“ (S. 81).

Auch wenn die Kinder anfangs von diesen Spielzeugen fasziniert sind, so kehren sie doch bald zu ihren einfachen Spielen zurück, bei denen die eigene Fantasie das Wichtigste ist (S. 82). Dafür reichen „ein paar Schachteln, ein zerrissenes Tischtuch, ein Maulwurfshügel oder eine Handvoll Steinchen“ (S. 82). Dinge, wie ein Radio, zerstören die Fantasie der Kinder (S. 82-83). Daher kann Momo auch nicht mit der Puppe des grauen Herrn spielen. Sie könnte es dann, wenn die Puppe nicht ständig sprechen würde und Momo sich einen Dialog mit ihr ausdenken könnte.

Die Kinder-Depots

Es zeigt sich immer mehr, dass die Kinder zwar nun mehr Zeit für sich haben, ihre Eltern aber keinerlei Zeit mehr für sie haben. Dies macht viele Kinder sehr traurig. Paolo, eines der Kinder, erzählt schließlich, dass es bald nicht mehr ins Amphitheater kommen darf. In den Augen seiner Eltern stehlen Momo und ihre Freunde dem lieben Go...

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