Entstehung

Auftrag und Taschenuhr

Nach der Veröffentlichung seines Werks „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ im Jahr 1960 arbeitete Michael Ende weiter an seinem individuellen Stil, der seiner Vorstellung von fantastischer Literatur entsprach. Ein wichtiger Bestandteil seiner Versuche war die Vermischung von Realität und Fiktion zu einer neuen und in sich stimmigen Welt.

In diesen Welten, die er in vielen Versuchen erschuf, hob er immer wieder den Zusammenhang von Ursache und Wirkung auf und kreierte fantastische und teilweise surreale Geschichten. Viele davon veröffentlichte er 1983 in seiner Geschichtensammlung „Spiegel im Spiegel. Ein Labyrinth.“. Er widmete dieses Buch seinem Vater, dem surrealistischen Maler Edgar Ende, dessen Werke ihn zu vielen seiner Geschichten inspirierten.

Die Idee zu Momo entwickelte sich aus dem Auftrag eines Fernsehsenders, die Geschichte für einen Film zu entwerfen. Zuerst fiel dem Autor nichts ein, bis er zufällig von einer Bekannten eine alte Taschenuhr ohne Zeiger geschenkt bekam. Nachdem er sie eine Weile betrachtet hatte, kamen ihm immer mehr Ideen und das Konzept zu Momo begann, sich im Laufe der Zeit zu entwickeln.

Die ersten Notizen zu seiner Idee entstanden lange vor seinem Umzug nach Genzano di Roma in Italien Anfang der 1970er Jahre. Zusammen mit seiner ersten Frau, der Schauspielerin Ingeborg Hoffmann, verließ Michael Ende Deutschland, da ihm in Bezug auf „Jim Knopf“ vorgeworfen wurde, Kinder mit seinen positiven Geschichten nicht auf das richtige Leben vorzubereiten. Der Autor war enttäuscht darüber, dass er in negativer Weise als „Schreiberling für Kinder“ bezeichnet wurde.

In einem Interview, das auf seiner eigenen Webseite zu finden ist, betont der Schriftsteller, wie...

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