Epoche

Im Kapitel Epoche wird zunächst die Entstehung von Michael Endes Erzählung Momo (1973) in den Blick genommen. Dabei wird auf Aussagen des Autors Michael Ende zurückgegriffen, die den Entstehungsprozess näher erläutern. Ebenso wird auf den Zusammenhang zwischen der Darstellung der großen Stadt im Erzähltext und dem Leben der Familie Ende in Italien eingegangen. Die weltweite Verbreitung des Werks und die immer noch hohen Verkaufszahlen sprechen für sich. Sowohl Kinder als auch Erwachsene können in der Parabel wichtige Aspekte und Elemente entdecken, die es ihnen ermöglichen, ihr Zeitverwendung infrage zu stellen. Michael Ende formuliert es sehr treffend: Die Zeit, die wir mit uns nahestehenden Menschen in Freude verbringen können, ist echte Lebenszeit.

Im folgenden Abschnitt wird die wichtige Frage erörtert, ob das Werk als ein Märchen oder als eine Parabel bezeichnet werden kann. Da die Erzählung sowohl als Märchen als auch als Parabel angesehen werden kann, werden die typischen Merkmale dieser Textarten vorgestellt und anhand konkreter Textbeispiele illustriert. Mehrere Blickwinkel werden eingenommen, um zu verdeutlichen, warum Momo einen Märchen- Roman darstellt: Zeit und Ort, der dreiteilige Aufbau, die Rahmenhandlung und Binnenhandlungen werden erläutert. Anschließend werden auch die Motive des Rätsels und des Kontrasts zwischen Gut und Böse in der Erzählung untersucht.

Zuletzt wird in Bezug zum Beispiel auf Kultur und Geld und Zeit und Geld diskutiert, warum Momo ein Gleichnis ist. Eine Betrachtung der langjährigen Rezeption und der vielfältigen Umsetzungen des Werkes in Funk und Fernsehen runden das Kapitel ab.