Erzähltechnik

Der auktoriale Erzähler

Der Märchen-Roman „Momo“ ist von einem allwissenden Erzähler geprägt, den man auch als auktorialen Erzähler bezeichnet. Den auktorialen Erzähler erkennt man deutlich im sechsten Kapitel. Dort beschreibt er die inneren Gedankengänge des Friseurs Fusi, wie hier zum Beispiel: „Mein Leben geht so dahin, dachte er, mit Scherengeklapper und Geschwätz und Seifenschaum. Was habe ich eigentlich von meinem Dasein?“ (S. 62). So lernt man etwas über seinen Charakter und dass ihm seine Arbeit eigentlich Spaß macht. Doch an diesem Regentag hat er schlechte Laune und sein Lebenswerk scheint ihm wertlos zu sein. Stattdessen wünscht er sich, dass er etwas „Bedeutendes“ oder „Luxeriöses“ (S. 63) in seinem Leben hat.

Auch andere Personen, wie zum Beispiel Gigi, werden so dem Leser detailliert beschrieben: „In seiner Phantasie sah er vor sich eine riesige Menschenmenge, die ihm, dem Befreier, zujubelte“ (S. 108). Die Perspektive und das Erleben der Hauptperson Momo dominieren bei der Darstellung. Oft werden ihre Gedanken und Überlegungen in Form der erlebten Rede dargestellt, zum Beispiel „Aber wo konnte sie sich vor ihm verstecken?“ (243).

Perspektivwechsel

Die Handlung wird teilweise aus der Perspektive von Beppo erzählt. An einer Stelle lässt sich gut erkennen, wie der auktoriale Erzähler zwischen den beiden Perspektiven von Momo und Beppo hin und her wechselt, um dem Lese...

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