Dinggedicht

Der Terminus ‚Dinggedicht‘ wird 1926 vom Germanisten Kurt Oppert eingeführt. 

Er bezeichnet Gedichte, die einen Gegenstand, meistens Alltagsdinge, Kunstwerke, Pflanzen oder Tiere, zum Thema haben.

Die Objekte in einem Dinggedicht werden mit einer gewissen Distanz und Objektivität beschrieben und stehen ohne weitere Erläuterung für sich selbst. Durch die Schilderung der äußeren Form des Objekts sowie seines Innenlebens versucht der Dichter, das Wesen des Gegenstandes herauszuarbeiten.

Dinggedichte stehen im Zusammenhang mit der Kunstströmung und literarischen Richtung des Symbolismus. Das Einbinden der Symbolik in die Dinggedichte ermöglicht es den Dichtern, hinter der realen, objektiven Welt eine weitere subjektive Welt zu verbergen. Die Schlüssel zu dieser subjektiven Welt bilden die Symbole, die der Leser erkennen und interpretieren muss. Wichtige Vertreter der Dingdichtung sind Rainer Maria Rilke, Eduard Mörike oder Conrad Ferdinand Meyer.

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