Jugendroman

Ein Jugendroman ist ein speziell für Jugendliche geschriebener Roman und besitzt normalerweise eine oder mehrere Hauptfiguren, die sich selbst im Jugendalter befinden. Daher können sich die jungen Leser leicht mit den Protagonisten identifizieren. Die Bücher sind meistens anschaulich und leicht verständlich verfasst.

Die Themenbereiche der Jugendromane sind vielfältig und weit gefasst. Einige Werke, wie Tschick (2010) oder Krabat (1971), sind als Abenteuer- oder Roadtrip-Bücher konzipiert. Andere Werke, wie zum Beispiel Am kurzen Ende der Sonnenallee (1999), Der gelbe Vogel (1977) oder Damals war es Friedrich (1961), sind dagegen historisch orientiert. Die Erzählung Das Muschelessen (1990) hat einen eher geschlechtsspezifischen und psychologischen Schwerpunkt.

Im Mittelpunkt von Jugendromanen stehen sehr oft die Herausforderungen und Probleme der Jugend, wie beispielsweise Liebe und Freundschaft. Auch schwierige Themen wie Drogen, Alkoholmissbrauch, Selbstmord oder Krebs werden in Jugendromanen behandelt, so wie in Eine wie Alaska (2005) und Das Schicksal ist ein mieser Verräter (2012). Andere Jugendromane, wie Die Wolke (1987), Momo (1973) oder Erebos (2010), sind als fantastische Fiktionserzählungen oder Jugendthriller gestaltet.

Die Sprache der Jugendromane ist charakteristisch und häufig durch folgende Elemente kennzeichnet: Anwendung von Umgangssprache und Jugendjargon, Übertreibungen, saloppe Wendungen, Generalisierungen und grobe Kategorisierungen, Elemente aus Fremdsprachen, besonders des Englischen, kritische Bemerkungen, Bildlichkeit, Einsatz von Metaphern, Vergleiche, Wortbilder oder Lautmalerei, Wiederholung von einzelnen Wörtern oder Ausdrücken, Wortneuschöpfungen.

Die Jugendsprache hängt von den jeweils aktuellen, technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, Trends und Moden ab und ist einem schnellen Wandel unterzogen.

Unsere Werke zur Jugendliteratur:

Robinson Crusoe (Daniel Dafoe, 1719)

Emil und die Detektive (Erich Kästner, 1929)

Der kleine Prinz (Antoine de Saint-Exupéry, 1943)

Tagebuch der Anne Frank (Anne Frank, 1947)

Damals war es Friedrich (Hans Peter Richter, 1961)

Krabat (Otfried Preußler, 1971)

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl (Judith Kerr, 1971)

Momo (Michael Ende, 1973)

Der gelbe Vogel (Myron Levoy, 1977)

Die Welle (Morton Rue, 1981)

Das Austauschkind (Christine Nöstlinger, 1982)

Die Wolke (Gudrun Pausewang, 1987)

Löcher. Die Geheimnisse von Green Lake (Louis Sachar, 1998)

Am kurzen Ende der Sonnenallee (Thomas Brussig, 1999)

Nichts  (Janne Teller, 2000)

Eine wie Alaska (John Green, 2005)

Nennt mich nicht Ismael! (Michael Gerard Bauer, 2006)

Der Junge im gestreiften Pyjama (John Boyne, 2006)

Rico, Oskar und die Tieferschatten  (Andreas Steinhöfel, 2008)

Tschick (Wolfgang Herrndorf, 2010)

Erebos (Ursula Poznanski, 2010)

Das Schicksal ist ein mieser Verräter (John Green, 2012)