Medeas listiges Stratagem

Kreons Täuschung

Als der mächtige korinthische König Kreon erscheint, gibt sich Medea ihm gegenüber im Gespräch scheinbar vernünftig: „Heiratet, seid glücklich“ (S. 31). Sie bittet ihn inständig darum, weiter in Korinth leben zu dürfen: „Laß mich diesen einen Tag noch bleiben und den Gedanken vollenden, wohin wir fliehen sollen, und für meine Söhne eine Zuflucht suchen…“ (S. 33). Doch dem Chor offenbart sie ihre wahren Absichten, die aus Leidenschaft entstehen und jeglicher Vernunft entbehren: „Glaubst du nämlich, ich hätte dem da je geschmeichelt, wenn nicht, um etwas zu gewinnen oder anzuzetteln?“ (S. 35).

Medeas Verhalten ist in den ersten Szenen der Tragödie von starken Emotionen geprägt, aber an dieser Stelle vollzieht sich ein...

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