Die Warnung des Chores

Nach dem Streitgespräch zwischen Iason und Medea im 2. Epeisodion unterscheidet der Chor der Frauen im darauffolgenden 2. Stasimon bezüglich der Liebe zwischen zwei Wegen. Wenn Liebe, wie in diesem Fall, „allzu heftig kam“ (S. 55) und zudem nicht durch eine langsam wachsende Zuneigung, sondern durch die Einwirkung von Eros entsteht, kann sich nichts Tugendhaftes entwickeln. Kommt sie dagegen maßvoll und kann sich langsam und vernünftig entfalten, so ist sie „lieblich“ (S. 55). 

Der Chor bittet Aphrodite darum, dass die Liebe in ihrem Fall „nie zu streitsüchtigem Jähzorn und zu unersättlichem Zank […] mit Liebe zu fremdem Bett“ (S. 55) führt. Ebenso wird die Göttin darum gebeten, niemals heimatlos zu werden, denn daraus entsteht ...

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