Interpretation

Unsere detaillierte Interpretation zu Euripides Tragödie „Medea“ befasst sich mit den zentralen Themen der Erzählung: Medeas wilder Eifersucht, Iasons Verteidigung und seinem Hilfsangebot, der Rolle des Chores, Medeas Täuschung und ihrer Vereinbarung mit dem athenischen König Aegus, den drei Etappen von Medeas grausamer Rache, Medea und ihren Kindern und dem Frauenbild im Bühnenstück.

Die moderne Ausgestaltung des Medea-Mythos besteht vor allem in einer feinen psychologischen Ausgestaltung der Hauptfigur durch Euripides, der sie in all ihrer inneren Zerrissenheit abbildet und den hohen sozialen Druck, dem sie durch die Handlung von Iason ausgesetzt ist, verdeutlicht. Dabei nimmt der Autor keine einseitige Unterteilung der Figuren in Gut und Böse vor, sondern gestaltet sie vielschichtig aus, was in der Interpretation näher in den Blick genommen wird. 

Medeas wilde Eifersucht steht dem Hilfsangebot von Iason gegenüber, grausame Mutterliebe trifft auf grausamste Rache ohne Gnade. Eng verknüpft mit der überaus schwierigen familiären Lage Medeas ist ihre Rolle als Frau in der damaligen griechischen Gesellschaft. Sie ist keine Frau wie jede andere, sondern eine stolze Königstochter, Priesterin und Zauberin und gibt sich in keiner Weise mit einer untergeordneten Rolle zufrieden, was zu heftigen Konfrontationen mit der Männerwelt führt, aus der große und unbändige Wut entsteht. Im Kontext mit diesen Betrachtungen wird abschließend untersucht, inwiefern Medea zwar eine privilegierte Frau ist, die auf ihren Rechten besteht, sie aber als Heldenfigur und positives Rollenmodell trotz ihrer modernen Ansichten scheitert.

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