Rezeption und Adaptationen

Die gescheiterte Uraufführung

Euripides gilt schon zu seinen Lebzeiten als großer Dramatiker und wird von Sophokles bei seiner letzten Tragödienaufführung geehrt. Ebenso wird ihm nach seinem Tod ein Kenotaph in Athen geweiht. Posthum führt sein Sohn, Euripides der Jüngere, seine letzte Tetralogie auf, die der Autor in Makedonien verfasst hatte. Sie kann nach seinem Tod bei einem Wettstreit (Agon) einen Sieg erringen und wird als bestes Drama ausgezeichnet. 

Euripides erhält dagegen beim Agon in Athen im Jahr 431 nur den dritten Preis für seine Tragödie „Medea“. Der berühmte Dichter ist damals schon ein sehr wertgeschätzter Literat und vor diesem Hintergrund ist diese Platzierung eher ungewöhnlich. Einige Kritiker meinen, dass ihm damals schon vorgeworfen wird, dass seine Tragödie ein Plagiat von Neophron's „Medea“ sei, da viele Ähnlichkeiten zwischen den beiden Bühnenstücken bestehen. Diese Vermutung ist jedoch noch heute in der Forschung umstritten.

Die zeitgenössische Rezeption

Euripides zählt zu den am häufigsten gespielten Dramatikern der Antike. Ein Grund dafür ist, dass er gekonnt die Psychologie seiner Figuren herausarbeitet und an Stelle eines von Göttern bestimmten Schicksals ein durch Leidenschaften und...

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