Iason

Der ambitiöse Held

Iason ist der Sohn des Königs Aison von Iolkos, einer griechischen Stadt in Thessalien. Er ist der Anführer der Argonauten, einer Schar berühmter Krieger der griechischen Mythologie, die auf dem sagenumwobenen Wunderschiff Argos segeln und in Kolchis das Goldene Vlies rauben (vgl. dazu Epoche „Die Argonautensage und das Goldene Vlies“). Um die ihm von König Aietes gestellten, aber eigentlich unlösbaren Aufgaben bewältigen zu können, muss er sich der Hilfe von dessen zauberkundiger Tochter Medea bedienen. Nach dem Raub des Goldenen Vlieses finden Iason und Medea Zuflucht in der griechischen Stadt Korinth, wo sie längere Zeit leben und zwei Kinder zeugen. Auf Iasons Vorgeschichte wird in der Tragödie von Euripides nur in Form kurzer Rückblenden angespielt (S. 11-13; 41 ff.). 

Im Prologos berichtet die Amme, dass Medea erfahren hat, dass sich ihr Ehemann von ihr abgewandt hat und Glauke, die junge und schöne Tochter des korinthischen Königs Kreon, heiraten will. Iason hat damit sein Versprechen gebrochen, Medea ewig treu zu bleiben. Von Beginn der Handlung an wird er bezüglich seines Charakters kritisch dargestellt und erweist sich als zynisch und machtbesessen. Iason zeigt sich als egoistisch agierender Mann, der, ohne zu zögern, und zur Verbesserung seiner gesellschaftlichen Position seine Frau un...

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