Chor der Frauen

Der Chor als einzelne Person

Der Chor der korinthischen (S. 23) Frauen reflektiert die Handlung auf der Bühne. Es handelt sich bei ihm  zwar um die Gemeinschaft mehrerer Personen, doch er tritt wie eine einzelne Person auf.

Der Chor kommuniziert mit verschiedenen Personen auf der Bühne und meldet sich zum ersten Mal zu Beginn des Parodos zu Wort (S. 19 ff). Er „hört“ (S. 19) die Stimme und den Ruf von Medea und wendet sich direkt an ihre Amme, um den Grund für ihr Klagen zu erfahren. Er spricht/singt in der ersten Person Singular und erklärt, wie sehr er Medea und ihrer Familie wohlgesonnen ist: „Und ich freue mich nicht, Frau, über die Leiden des Hauses. Denn lieb ist es mir schließlich geworden.“ (S. 19). 

Der Chor wendet sich im Drama aber nicht nur den Figuren auf der Bühne zu, sondern singt zum Beispiel ein Loblied auf die Stadt Athen (S. 69) oder ruft die Götter an: „Hörtest du, Zeus und Erde und Licht, den Schrei, mit dem die Unglückliche klagt, die junge Frau?“ (S. 19). Er interpretiert Zeus‘ Antwort und versichert Medea,...

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