Wandlung und Reise

Eines der wichtigsten Themen in „Homo faber“ ist die Reise, denn der Protagonist ist in der gesamten Handlung fast konstant auf Reisen. Die Wandlung ist ein weiteres wichtiges Thema, denn es geht in diesem Roman letztendlich darum, dass ein Mensch das Glück finden kann, indem er eine große Veränderung seiner Lebensweise und Lebenseinstellung durchmacht.

Laut Protagonist ist eine der letzten Reisen, die er unternimmt, die entscheidende. In Kuba beschließt Faber bewusst, sein Leben zu ändern: „Mein Entschluß (sic), anders zu leben“, (S. 175). Doch sein Wandel findet eigentlich schon vorher statt.

Auch wenn der Icherzähler sich selbst sehr lange als Rationalisten beschreibt und immer wieder versucht, sich überzeugend als solchen darzustellen, widersprechen seine Handlungen den Roman hindurch oft seinen Äußerungen über sich selbst. Auf seinen Reisen wird der Protagonist immer „weicher“. Er handelt eher danach, wozu er Lust hat, als aus Gründen der Effektivität oder Vernunft. Währenddessen kommentiert er, dass er das Irrationale, Gefühlmäßige, Ineffektive ablehne.

Zunächst hat Faber eine Abneigung gegen Herbert. Dann legt er seine Vorurteile beiseite und unternimmt mit ihm eine spontane Reise nach Mexiko und Guatemala, um einen alten Freund wiederzusehen.

Das Ziel der Reise ist eigentlich Guatemala, um dort Joachim zu treffen. Doch Herbert und Walter bleiben in Mexiko, im „Hotel Lacroix“. Sie hängen, buchstäblich und umgangssprachlich, herum. „Fünf Tage hingen wir in Palenque. Wir hingen in Hängematten, allzeit ein Bier in greifbarer Nähe, schwitzend, als wäre Schwitzen unser Lebenszweck, unfähig zu irgendeinem Entschluß (sic), eigentlich ganz zufrieden, denn das Bier ist ausgezeichnet, (…) und ich wußte (sic) nicht, was wir eigentlich w...

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