Bedeutung der Natur, der Wüste und des Dschungels

Die Natur ist etwas, das Walter Faber grundsätzlich nicht sehr zusagt. Sie ist wild und nicht technisch, sie ist triebhaft und nicht gefühlskalt. Die Natur steht symbolisch entgegen der Technik, und daher ist sie ein Gegensatz zu dem Techniker Walter Faber. Außerdem symbolisieren aber unterschiedliche Formen der Natur auch den seelischen Zustand des Protagonisten.

Sieht man zunächst die Natur des Menschen, so gehört dazu der Sexualtrieb und der Tod, beides Themen, die Faber nicht leiden kann. Zur Sexualität hat Faber ein sehr ablehnendes Verhältnis: Er hält den ganz natürlichen Trieb für abartig. „Ich […] wollte nicht daran denken, wie Mann und Weib sich paaren. Trotzdem die plötzliche Vorstellung davon, unwillkürlich, Verwunderung, Schreck wie im Halbschlaf. (…) Es ist absurd, wenn man nicht selbst durch Trieb dazu genötigt ist, man kommt sich verrückt vor, (…) geradezu pervers“, (S. 93). Trotzdem geht er sexuelle Beziehungen ein, zuerst mit Ivy, dann mit Elisabeth. Mit Ivy scheint ihn eigentlich nicht viel mehr zu verbinden als die Sexualität. Er stellt es zwar so dar, dass sie ihn fast zum Sex drängt. Aber es wirkt eher so, als ob Faber sich seine eigenen Triebe auszureden versucht und scheitert, weshalb er dann Ivy und sich selbst hasst (S. 62). Zu dieser Deutung kommt man, da er im Allgemeinen keinen besonderen Groll gegen Ivy zu hegen scheint. Mit allem Körperlichen, Menschlichen scheint Fab...

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